Wie oft wurde Harry Potters Brille für die Filmproduktion angefertigt?

Zauberstäbe zerbrechen, Brillen auch. Kaum zu vermeiden, im Duell mit … du weißt schon, wem.
20 Zauberstäbe seien – mitnichten bei den Drehs – sondern in den Pausen zerbrochen, verriet Harry Potter Darsteller Daniel Radcliffe in einem Interview. Er trommelte nämlich gern mit dem Zauberstab auf seinen Beinen. Unglaubliche 160 Brillen verschlangen die Dreharbeiten zur gesamten Fantasy-Reihe. Materialschwäche oder doch Hokuspokus?
Woraus ist die Harry Potter Brille gemacht?
Eine einfache runde Fassung aus zartem Metall soll den schüchternen Harry schlau und besonders aussehen lassen, überlegte sich J. K. Rowling für ihren jungen Zauberhelden. Fans wissen: Harry ist der einzige Brillenträger unter allen Schüler*innen auf Hogwarts. Dieses optische Attribut hebt ihn als Schlüsselfigur hervor
Die kreisrunde Fassung wird auch Nickelbrille genannt, weil sie früher aus Nickel hergestellt wurden. Brecht und Hesse trugen eine, mit John Lennon und den Hippies der 1960er Jahre verwandelte sie sich endgültig zum Kultobjekt.
Welche Materialien werden heute für Brillen verwendet?
Brillen werden heute aus wirklich vielen Materialien hergestellt. Sehr beliebt, leicht und in allen Farben zu designen, sind jene zauberhaft klingenden Mischungen aus Baumwollfasern und Holzpulver. Kein Trick! Heraus kommt Acetat.
Andere Kunststoffe wie Nylon und TR90, ein thermoplastisches Polyamid-Material, sind ausgezeichnete Begleiter, wenn Robustheit gefordert ist: Sie widerstehen hohen Temperaturen und auch Chemikalien und bleiben mit ihrem extrem leichten Gewicht auch tragekomfortabel.
Allergie-Alarm?
Metalle sind wichtige Materialien für moderne Brillenfassungen. Das sehr leichte, lange haltbare und strapazierfähige Titan ist hypoallergen. Die Rettung für alle mit Nickelallergie! Auch das Leichtgewicht Aluminium findet sich in modernen Fassungen und Formen und kann – Allergiker*innen aufgepasst – mit hochwertigen Allergie-Schutzlacken veredelt werden. Guter Verwandlungszauber, denn Aluminiumbrillen bestehen häufig nicht aus dem reinen Metall, sondern aus Legierungen.
Legierungen sind nochmal was genau?
Der Begriff Legierung zeigt an, dass es sich um einen Mix aus verschiedenen Bestandteilen handelt. Neusilber und Monel nennen sich zwei beliebte Legierungen für Brillenfassungen. Neusilber besteht aus Kupfer, Nickel und Zink. Monel aus Kupfer, Nickel und Eisen oder Magnesium. Keine gute Wahl bei einer Nickelallergie.
Natur pur!
Hypoallergene Materialien bietet auch die Natur: Hölzer wie Bambus, Eiche und Walnuss können in natürliche und sehr individuelle Fassungen verzaubert werden. Denn jede Maserung ist einzigartig. Wenn das Holz aus verantwortungsvollem Abbau stammt, erhält deine Brille das Prädikat nachhaltig!
Horn ist ein tierischer Stoff, äußerst luxuriös. Doch vielleicht für die Eine oder den Anderen aus ethischen Gründen abwegig, den Büffel auf der Nase zu haben. Zur Ehrenrettung des schönen Looks sei noch angeführt: Horn ist biologisch abbaubar und in der Regel ebenfalls nachhaltig.
Auch Papier in mehreren Schichten gepresst, verklebt und mit Lack oder Harzen versiegelt ist eine moderne Variante für Naturliebhaber*innen.
Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt und diese Haltung auch optisch zum Ausdruck bringen möchte, gewinnt mit natürlichen Materialien auf jeden Fall. Ob Muggel oder Zauberer.
Trägt Daniel Radcliffe eine Brille?
Soweit wir wissen: nein. Doch, Fun Fact: Er ist gegen Nickel allergisch, wie sich nach den ersten Drehtagen herausstellte. Da bekam er nämlich rote Punkte um die Augen, woraufhin die Requisite das Material der Fassung … nun ja, verwandeln ließ.
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