Sehen unsere Augen Gespenster?

Sehen unsere Augen Gespenster?
Sehen wir Gespenster? | © Deagreez / istockphoto.com

Sie sehen wie kleine Fäden aus und bewegen sich frei schwebend. Die „Mouches Volantes“ heißen übersetzt so viel wie „fliegende Mücken“. Im Englischen nennt man sie „Floaters“, bei uns auch „Glaskörperflocken“. Dieser Name verrät Dir schon etwas über den Ursprung der unheimlichen Erscheinungen. Hast Du sie vielleicht auch schon mal mit eigenen Augen gesehen?

Wie kann ich Mouches Volantes sehen?

Fast jeder sieht sie irgendwann zum ersten Mal zufällig: Schwebende Fäden, Punkte oder Schlieren vor seinem Gesichtsfeld. Willst Du sie selbst entdecken? Dann probier mal Folgendes: Schau im hellen Zimmer auf die weiße Wand oder auf ein weißes Blatt Papier und suche die flirrenden Fäden. Gefunden? Wenn Du sie allerdings fokussieren willst, drehen sie meistens ab und „fliegen“ davon. Doch keine Bange, die Mouches Volantes sind in der Regel harmlose, oft altersbedingte Glaskörpertrübungen.

Harmlose Gespenster oder ernsthafte Plagegeister?

Die „fliegenden Mücken“ sind weit verbreitet und meist harmlos. Warum tauchen sie überhaupt auf? Die winzigen Fädchen entstehen durch kleine Veränderungen im Glaskörper, der zum großen Teil aus Eiweißfasern (Kollagen) besteht. Mit zunehmendem Alter kondensiert das Kollagen teilweise und so entstehen flüssige, mikroskopisch kleine Fäden und Klümpchen, die sich Dir als halb durchsichtige Gespensterchen zeigen – wenn Du genau hinschaust. Ähnliche Lichterscheinungen, die wie tanzende Wolken oder Schlieren empfunden werden, siehst Du, wenn sich der Glaskörper zum Teil verflüssigt. Manchmal wirken sie auch wie tanzende Wolken oder Schlieren. Das passiert, wenn sich Teile des Glaskörpers verflüssigen.
Dass sich diese Fasern verändern, ist ein ganz normaler Prozess im Auge. Die kleinen Klümpchen tauchen im Glaskörper von kurzsichtigen Menschen wesentlich häufiger auf als bei normalsichtigen.

Wann Du die Geister jagen solltest …

Plötzlich auftretende Lichterscheinungen, wie zum Beispiel Lichtblitze, schwarze Flecken, die sich gleichmäßig nach oben oder unten bewegen, oder ein dunkler Schleier in Deinem Sehfeld solltest Du möglichst bald untersuchen lassen! Diese Symptome können ein Hinweis auf eine Netzhautablösung oder ein Loch in der Netzhaut sein. Früh von Deiner Augenspezialist*in erkannt kann so eine Netzhautschädigung gut behandelt werden.
Auch kurzsichtige Personen oder Patienten nach einer Katarakt-Operation sollten schnell mit ihrem Arzt darüber sprechen, wenn sie solch blitzende, eintrübende oder schlierige Symptome bemerken. Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du deine Augen regelmäßig beim Augenarzt oder Augenoptiker überprüfen lassen. Deine nächste Adresse findest Du hier.

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