Warum zucken Augen?

Warum zucken unsere Augen?
Meist harmlos, aber lästig: Ein zuckendes Augenlid hat viele mögliche Ursachen. | © jacoblund / istockphoto.com

Du kennst das bestimmt: Du spürst es und siehst es nicht, es nervt enorm, geht aber meistens schnell vorbei. Augenzucken!

Aber was da zuckt, ist nicht dein Auge, sondern das Augenlid – oft nur auf einer Seite, mal oben, mal unten. Das Fachwort dafür lautet Lidmyokymie: ein feines, unwillkürliches Zucken der Lidmuskeln.

Krampf im Lid, was tun?

Das Lidzucken ist in aller Regel harmlos und verschwindet meist von selbst – manchmal nach Minuten, selten erst nach einigen Tagen. Aber was sind die Ursachen?

  1. Müdigkeit: Schlafmangel macht müde und ja, Schulstunden manchmal auch. Wach sein lohnt sich hier aber bei Bio und Chemie, so viel sei verraten. Wer gut zugehört hat, weiß nämlich: Zu wenig Schlaf kann das Nervensystem aus dem Takt bringen. Die Muskeln können dann unwillkürlich zucken – auch am Augenlid. Gönn dir also ausreichend Schlaf in der Nacht und probiere einfach mal das berühmte Nickerchen am Mittag. So ein Powernap schenkt deinen Display-müden Augen die nötige Entspannung.
  2. Stress: Angst und Stress machen uns Druck und führen häufig zu Anspannungen im Körper. Diese können wiederum Muskelzuckungen auslösen – auch an den Muskeln der Augenlider. Doch nicht nur innerer Stress kann die Lider nervös machen.
    Auch langes konzentriertes Sehen auf den Bildschirm strengt die Augen an. Fehlt dann noch die passende Brille, müssen sie sich zusätzlich abmühen. Gerade bei Alterssichtigkeit kann eine Bildschirm-Arbeitsplatzbrille für Entlastung sorgen. Und zwischendurch? Augen weg vom Bildschirm und eine kleine Pause einlegen.
  3. Mangel: Auch der Mineralstoffhaushalt spielt für Muskeln und Nerven eine Rolle. Wer viel Sport treibt, stark schwitzt und zu wenig trinkt, kann seinen Elektrolythaushalt durcheinanderbringen. Deshalb: abwechslungsreich essen und ausreichend trinken. Nahrungsergänzungsmittel auf Verdacht? Lieber nicht – wenn es häufiger zuckt oder krampft, sollte erst geklärt werden, was dahintersteckt.

Weitere mögliche Ursachen für Augenlidzucken

Zu viel Koffein, Nikotin und Alkohol sowie andere Drogen können ebenfalls das Lidzucken begünstigen. Bestimmte Medikamente, anregende Substanzen und gereizte oder entzündete Augen kommen ebenfalls als Auslöser infrage. Hält das Zucken über längere Zeit an, wird stärker, breitet sich auf andere Gesichtsmuskeln aus oder kommen weitere Beschwerden hinzu? Dann solltest du es ärztlich abklären lassen. Glasklar, oder?

Weniger Stress für gesunde Augen

Lerne am besten, dich zu entspannen. Das gilt besonders, wenn du gerade in einer anstrengenden Phase steckst wie Prüfungen, Family-Stress oder berufliche Deadlines. Abschalten ist gar nicht so schwer und geht hervorragend beim Spazieren, Meditieren, Tanzen oder Musik hören. Auch schon Mini-Sporteinheiten wie Hula-Hoop, Seilspringen oder schnelles Treppenlaufen schütteln deinen angespannten Körper schön durch, lockern die Muskeln, schenken Spaß und bringen den Kreislauf in Schwung.

Liebevolles für müde Augen

Eine warme Kompresse auf die Augen gelegt, entspannt dich und deine Augen auf eine sehr sanfte Weise. Probier es aus, wenn das Zucken beginnt – oder als Einschlaf-Routine in besonders herausfordernden Zeiten. Yogis reiben übrigens gerne ihre Handflächen aneinander, bis die sich richtig warm anfühlen, und legen dann die Hände einige Minuten auf die geschlossenen Augen.

Oooommm, auch schön.

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