Ab wann können Babys sehen?

Ab wann können Babys sehen?
Ab wann können Babys sehen? | Quelle: © idal / iStockphoto.com

„Was sieht sie wohl gerade?“ „Hey, ich glaube, er hat mich angeguckt!“ Eltern sind hin und weg, wenn sie den ersten Augenkontakt mit ihrem Baby erleben. Ein magischer Moment! Doch was sieht das Baby denn eigentlich? 

Im Mutterleib: hell und dunkel

Irgendwann um die 26. Schwangerschaftswoche passiert es: Der Fötus öffnet seine, bis dahin geschlossenen, Lider und sieht etwas. Circa ein Prozent Tageslicht dringt durch Mamas Bauch, doch das reicht aus: Um Hell und Dunkel wahrzunehmen, und sehr wahrscheinlich auch für Rottöne. Sie erklären sich durch die gedämpfte Indoor-Stimmung im Uterus, der wie ein Raum erscheint, durch dessen rote Vorhänge schwach das Sonnenlicht dringt. Fassen wir zusammen: Der erste Eindruck von der Welt ist schemenhaft hell-dunkel.

In den ersten Wochen: Rot, Gelb und Blau

Weil die Sehmuskeln bei der Geburt noch nicht stark ausgebildet sind, können die Augen noch nicht scharf stellen: Babys Bilder bleiben verschwommen. In einer Entfernung von 30 Zentimetern erkennt es jedoch schon früh die Gesichter seiner Eltern, auch grafische Muster und die Farbe Rot. 

Vier Wochen junge Babys ergänzen dann rasch die Farben Gelb und Blau. Damit hat es die Primärfarben drauf. Das Baby reagiert auf grelle Farben stärker als auf Pastelltöne und es hat runde Formen lieber als Ecken und Geraden. Probiert es aus! Schickt Onkel Peter mit Clownsnase zum Baby und es wird strahlen vor Freude.

Ab dem achten Monat: Die ganze Welt in 3-D

Jetzt nimmt das Baby seine Umwelt wie Erwachsene wahr. Es erkennt Nuancen von Farben, auch zarte Kontraste und lernt die räumliche Vorstellung. Bauklötzchen erlebt es dreidimensional, und auch die Katze sieht es heranschleichen und in der Spielzeugkiste verschwinden. Gut daran zu erkennen, dass Babys Augen kaum mehr hin- und her wandern, weil sie immer besser fokussieren. Es entdeckt nun Dinge außerhalb seiner Reichweite. Wenn es dieses Ding haben will, schaut es zum Gegenstand, streckt seine Hände aus und teilt sich auf diese Weise den großen Menschen mit.

Jetzt steht auch der erste Vorsorgetermin für eine Augenuntersuchung bei der Kinderärztin im Kalender.

Babys Sehschärfe ist mit einem Lebensjahr zwar erst zu 25 bis 50 Prozent entwickelt, doch verbessert sie sich ab jetzt von Monat zu Monat. Das ist auch logisch: Mit dem steigenden Bewegungsradius des robbenden Krabblers, steigert sich seine Neugier auf alle Dinge in der weiteren Umgebung. Die Fähigkeit zum Scharfstellen wächst mit, seine Tiefenwahrnehmung sowie das Kontrastsehen verfeinern sich. Der Forschergeist triumphiert!


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