Warum legen sich Menschen Gurken auf die Augen?

Warum legen sich Menschen Gurken auf die Augen?
Welche Wirkung hat es, Gurken auf die Augen zu legen? | © Cookie Studio / Shutterstock.com

Gurkenscheiben auf den Augen stehen für Wellness, Entspannung und das Gefühl, dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun. Zu Recht? Hat es tatsächlich einen kosmetischen oder gar medizinischen Effekt, sich Gurken auf die Augen zu legen? 

Fangen wir von vorn an. Gurken sind gesund. Gurken auf den Augen sind es auch. Warum? 

Gurken enthalten sehr viel Wasser. Ähnlich wie Melonen bestehen sie sogar fast ausschließlich aus Wasser, nämlich zu 90 bis 95 Prozent. Unser Körper wiederum braucht Wasser, um gesund und fit zu bleiben. Nicht umsonst gilt die Regel, dass ein erwachsener Mensch mindestens drei Liter Wasser am Tag zu sich nehmen soll. Wasser fördert die Verdauung, entschlackt den Körper, strafft die Zellen – auch die Hautzellen. Und da sind wir auch schon beim Hauptgrund, warum sich Menschen Gurken auf die Augen legen: sie lassen die empfindliche Haut um die Augenpartie herum weich und geschmeidig werden. Die Poren der Haut schließen sich, Schwellungen und Augenringe gehen zurück, zumindest für den Moment. 

Denn eine gelegentliche Gurke auf den Augen ersetzt natürlich keinen gesunden Lebensstil. Ihre Wirkung ist kurzfristig und sorgt für ein frisches Aussehen direkt nach der Behandlung, etwa in Kombination mit einer Gesichtsmaske aus Quark. Wer permanent zu wenig schläft oder zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, dem hilft es auch nicht, sich gelegentlich Gurken auf die Augen zu legen. Auch dem Wunsch, die Haut zu verjüngen, kann das grüne Gemüse leider nicht nachkommen. Gurken auf den Augen wirken an der Oberfläche und nicht in die Tiefe – es sei denn, man isst sie. 

Trotzdem: Der Wohlfühlfaktor einer Gurkenbehandlung ist nicht zu unterschätzen, und das aus zwei Gründen:

1. Wer Gurken auf die Augen legt, kann nicht aufs Display schauen

Gemüse auf den Augen zu haben, heißt, die Augen zu schließen und sich für 10 bis 15 Minuten Ruhe zu gönnen. Das tut dem Körper im Allgemeinen, und den Augen im Speziellen gut. Die intensive Bildschirm- und Smartphone-Nutzung, die zum Alltag vieler Menschen gehört, ist eine große Belastung für die Augen. Es gibt sogar Studien, die belegen, dass es einen Zusammenhang zwischen langen Bildschirmzeiten und dem Auftreten von Fehlsichtigkeit, vor allem Kurzsichtigkeit, gibt. Umso wichtiger sind bewusste Pausen, in denen wir unseren Augen Weitblick, frische Luft oder einfach Ruhe gönnen – gern auch in Kombination mit Gurken auf den Augen.

2. Gurken auf die Augen legen lindert Beschwerden

Neben viel Wasser enthalten Gurken auch andere wertvolle Inhaltsstoffe. Damit können Gurken auf den Augen tatsächlich auch lokale Beschwerden lindern, etwa Reizungen und Rötungen. Auch auf die Wundheilung wirken sie sich positiv aus. Gerade in der Augenpartie experimentieren wohl die Wenigsten gern mit Cremes oder Salben, deren Nebenwirkungen sie nicht einschätzen können. Umso besser, dass die Natur uns Mittel bereitstellt, mit denen wir sensible Körperregionen unbedenklich versorgen können. Und die Augenpartie ist definitiv solch ein sensibler Bereich! Hier kann es also tatsächlich eine gewisse medizinische Wirkung haben, sich Gurken auf die Augen zu legen – eine kleine, aber immerhin. Und grün ist die Behandlung in jedem Fall!

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